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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Nov. 2013

Training reduziert Stürze älterer Menschen

Stürze älterer Menschen können effektiv durch Trainingsprogramme verhindert werden, bilanzieren französische Wissenschaftler von der Universität Paris-Sud nach Auswertung von siebzehn Studien mit mehr als 4000 Probanden; etwa die Hälfte davon fungierte als Kontrollgruppe. Dabei berücksichtigten die Forscher um Fabienne El-Khoury nur Programme, die sich gezielt an Teilnehmer wandten, die älter als 60 Jahre waren. Spezielle Sportprogramme dieser Art könnten nicht nur die Zahl der Stürze allgemein reduzieren, schreiben die Wissenschaftler im „British Medical Journal“, sie ließen auch die Zahl der Verletzungen, die aus Stürzen resultieren, zurückgehen, was darauf hindeute, dass die Teilnehmer durch die Kurse besser in der Lage sind, sich im Fallen zu schützen. Der positive Effekt zeige sich am deutlichsten für die schwersten Sturzverletzungen. Die geschätzte Reduktion beträgz 37 Prozent für alle Verletzungen durch Stürze, 43 Prozent für schwere Verletzungen und 61 Prozent für Knochenbrüche nach dem Fallen. Zwei der untersuchten Kurse basierten auf Tai-Chi-Übungen; der Rest konzentrierte sich auf Gang- und Balanceübungen und Training für Bewegungen, die bei alltäglichen Aktivitäten notwendig werden.

Rheinische Post vom 30. Dezember 2011

Schlaue Übungen beugen Stürzen im Alter vor

Zürich (dpa) Gegen motorische Unsicherheit im Alter können Senioren antrainieren. Spezielle Doppelaufgaben steigern die geistige Fitness und können Stürzen vorbeugen. Das haben Forscher vom Institut für Bewegungswissenschaften und Sport der EFH Zürich herausgefunden. Bei den Doppelaufgaben müssen Probanden sowohl motorische als auch kognitive Übungen bewältigen  – etwa im Vorwärtsgehen ein Glas Wasser balancieren und gleichzeitig in Dreierschritten rückwärts zählen oder im Einbeinstand auf einer Matte balancieren und dabei Flussnamen aufzählen. Seit einigen Jahren wisse man, dass sich bis ins hohe Alter neue Nervenzellen bilden können. Entsprechend könne auch die Gangsicherheit trainiert werden, meinen die Schweizer Forscher.

Auch in vielen anderen Studien kommen Allgemein- und Fachmediziner sowie Physiotherapeuten zu dem Ergebnis, dass es gerade in der zweiten Lebenshälfte besonders wichtig ist, neben einer gesunden Lebensführung nicht nur körperlich, sondern auch geistig aktiv zu sein. Damit soll neben unserer körperlichen Beweglichkeit und Ausdauer auch unsere geistige und körperliche Fitness für die Jahre jenseits der sechzig erhalten bleiben. Als bestes Training für Senioren gilt nach wie vor das Tanzen. An zweiter Stelle folgen schon Taichi und Qigong, weil man inzwischen weiß, dass gerade diese beiden asiatischen Bewegungskünste zu den effektivsten und am wenigsten belastenden Trainingsmethoden gehören. Sie erhalten und steigern nicht nur die körperliche und geistige Beweglichkeit, sondern sie verbessern auch die Körperhaltung, die Körperwahrnehmung und koordinieren den gesamten Bewegungsapparat. Man weiß heute, dass das Gehirn gerade im Alter immer wieder mit neuen Reizen stimuliert werden kann und muss, damit die geistige Unbeweglichkeit nicht auch zu einer körperlichen Unbeweglichkeit wird.
Ziel ist: ein beweglicher Geist in einem beweglichen Körper!

Ich würde mich freuen, wenn viele Leserinnen und Leser meine Ausführungen kommentieren würden.

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